Ein großartiger Bienenkundler

80. Geburtstag von Ludwig Armbruster

Zum 80. Geburtstag von Ludwig Armbruster veröffentlichte 1966 die Imkerzeitschrift Südwestdeutsche Imker "Glückwünsche aus aller Welt" mit Huldigungen von zahlreichen Institutsleitern aus Ost- und Westeuropa, Süd- und Nordamerika.


Aus Schweden war es für Institutsleiter Ake Hansson, Leiter der Bienenforschungsstation in Lund "eine große Freude, Dr. Ludwig Armbruster, dem Nestor der Bienenforscher der Welt, meine ehrerbietige Huldigung darzubringen, in die alle schwedischen Bienenzüchter mit einstimmen." Armbrusters wissenschaftliche Veröffentlichungen bezeichnete Lund als ein "Monumentum aere perennius".[13] Im Jahre 1969 wurde Armbruster als bisher erster und einziger deutscher Bienenwissenschaftler auf Vorschlag des Exekutivrates der Weltorganisation für Bienenwissenschaft APIMONDIA zum Ehrenmitglied ernannt.


Obwohl solche höchste Würdigungen für ein zu rehabilitierendes NS-Opfer sehr wichtig sind, nannte Karl Dreher, ehemaliger NS-Aktivist, in seinem zweiseitigen Nachruf 1973 auf Ludwig Armbruster die drei höchsten nationalen und internationalen Ehrungen nicht.

Karl Dreher beanstandete auch die "fanatische Wahrheitsliebe" von Ludwig Armbruster.

Unter der Ehrenschriftleitung von Karl Dreher durfte in den Imkerzeitschriften Allgemeine Deutsche Imkerzeitung, Imkerfreund und

Die Biene zum 100. Geburtstag nicht an Ludwig Armbruster und sein Lebenswerk erinnert werden. Den praktischen Imkern wurde dieses Lebenswerk, das besonders auch für Erwerbsimker große Bedeutung hat, weitgehend vorenthalten.

Diese Imkerzeitschriften veröffentlichten 2010 eine Buchbesprechung zu Armbrusters Buch Bienenzüchtungskunde. Der Autor kommt abschließend zu folgendem Urteil: 


„Es ist ihm (Ludwig Armbruster) gelungen, anschaulich und anhand zahlreicher Beispiele die Mechanismen der Vererbung und die Möglichkeiten und Voraussetzungen zur Zuchtauslese für den Laien verständlich darzustellen. Auch wenn die heutigen Erkenntnisse bereits etwas weiter fortgeschritten sind, gebührt Armbruster großes Lob für dieses Werk. Möge es auch heute noch vielen Bienenzüchtern zur Erweiterung ihrer Kenntnisse dienen!“